Operative Straffung im Gesicht und am Hals

Facelifting und Halslifting

Der Prozess des Alterns gehört zu einem Menschenleben wie die Geburt und der Tod. Der Körper ist so „programmiert“, dass er nicht ewig funktioniert, sondern im Laufe der Jahre abbaut und verwelkt. Wir können und wollen die biologische Uhr nicht anhalten, sind aber in der Lage, sie ein wenig zurückzudrehen und langsamer ticken zu lassen, indem wir die Auswirkungen und Anzeichen des Alterns mildern. Vor allem das Gesicht und der Hals mit seinem Dekolleté müssen der Zeit ihren Tribut zollen: in diesen Bereichen treten Elastizitätsverlust, Trockenheit und Faltenbildung zuerst ein und fallen am stärksten ins Auge.

Wie genau entstehen eigentlich Falten, was passiert da in der Haut?

Neben einer Veranlagung zu dicker oder dünner, schlaffer oder elastischer Haut spielen Umwelteinflüsse und Lebensweise eine große Rolle. Zu wenig Schlaf und Flüssigkeitszufuhr, die falsche, einseitige Ernährung, Stress, Bewegungsmangel sowie häufige und intensive UV-Bestrahlung durch Sonnenbäder oder Solariumbesuche behindern die Blut- und somit die Sauerstoffzufuhr der Haut und fördern ihren Alterungsprozess. Zu diesen extrinsischen Faktoren, die wir selbst beeinflussen können, gesellen sich mit zunehmenden Alter natürliche intrinsische Prozesse des Körpers: der Abbau von Collagen im Bindegewebe, bestimmte Hormone lassen in ihrer Wirkung nach, die Zellmasse schrumpft bei gleichzeitiger Verlangsamung der Zellenregeneration, die Muskulatur erschlafft, es kommt zu Lipidmangel. Das Ergebnis ist spröde, ledrige, trockene, hängende und faltige Haut, je nach Veranlagung und Lebensstil bei dem einen früher, bei dem anderen später.

Wer mit der Überlegung eines Liftings für den Gesichts- und/oder Halsbereich spielt, sollte sich zuvorderst mit den verschiedenen Methoden beschäftigen. Jedes Lifting muss individuell ausführlich besprochen und auf die jeweiligen Wünsche zugeschnitten sein. Die Möglichkeit, alles „in einem Abwasch“ zu machen, besteht nicht.  Je nach Problem und seiner Lösung kann ein sogenannter Short-Scar-Lift (Kurznarben-Liftings) wie auch ein Halslift, Mittelgesichtslift, Stirnlift oder Temporallift (Schläfen) der passende Eingriff sein, um die biologische Uhr ein paar Sekunden zurückzudrehen. Der Effekt ist bei allen Techniken derselbe: durch die Reduzierung von überschüssiger Haut und Fettgewebe wird der Haut im problematischen Areal und damit der gesamten Ausstrahlung neue Frische und Jugendlichkeit verliehen.

Bei einem professionell durchgeführten Lifting sollte das gewünschte Resultat während der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre anhalten. Nach etwa zehn Jahren kann ein Facelift wiederholt werden.

Was wird gemacht?

Wichtig ist ein schonendes Vorgehen, um möglichst natürliche Resultate zu erreichen. Durch den Eingriff sollte man verjüngt und nicht anders aussehen. Deshalb ist es nicht ratsam, alle Falten zu glätten. Ein Gesichts- oder Halslifting wird häufig kombiniert mit einer Korrektur der Oberlider oder mit einer Lipoaspiration (Fettabsaugung) und einem Lipofilling (Auffüllen von Falten mit Eigenfett) im Gesichtsbereich.

Short-Scar-Techniken erlauben es dem Chirurg, mit sehr kleinen Schnitten zu arbeiten, die z.B. hinter den Ohren kaum Spuren hinterlassen. Auch die Kopfhaare müssen vor dem Eingriff nicht mehr geschnitten werden, zudem verkürzt sich die Abheilungszeit deutlich. Komplikationen sind bei dieser Technik nahezu ausgeschlossen.

Vor dem Eingriff wird mit dem Patienten ein umfangreiches Informationsgespräch durchgeführt, in dem das Vorgehen und mögliche Risiken ausführlich erklärt werden. Außerdem wird anhand von Fotos das Vorher-Nachher dokumentiert. Zu dem Eingriff sollten sie nüchtern erscheinen. Das Lifting kann in einer lokalen Betäubung, in einer Sedierung oder in einer Vollnarkose durchgeführt werden, sodass Sie keinerlei Schmerzen spüren. Die Hautschnitte werden innerhalb des Ohres so angelegt, dass sie später nicht sichtbar sind. Danach wird die Hautschicht gelöst, die Muskelschicht wird gestrafft und mit Fäden fixiert, welche später vom Körper vollständig abgebaut werden. Anschließend wird die Naht unsichtbar verschlossen und ein Drain zum Abführen von Blut und Wundsekret eingelegt. Wichtig ist ein straffer Verband für einen Tag, um Blutergüsse und Schwellungen zu reduzieren. Der Patient wird weiter überwacht, Herzfunktionen und Blutdruck werden kontrolliert. Der Eingriff dauert etwa drei bis vier Stunden, die Arbeitsunfähigkeit beträgt etwa ein bis zwei Wochen.

Welche Risiken bestehen?

In den Händen einer erfahrenen Chirurgin sind die möglichen Risiken eines Faceliftings sehr überschaubar. Blutergüsse und Schwellungen sind normale Folgen des Eingriffs.

Verdickte Narben (Keloide) können in seltenen Fällen auftreten. Bei schlechter Narbenheilung kann eine unentgeltliche Narbenkorrektur durchgeführt werden. Wundheilungsstörungen und Infektionen sind äußerst selten und werden mit Antibiotika behandelt. Bei seltenen großen Blutergüssen in die Wunde kann eine erneute Wundrevision notwendig werden. Extrem selten kann es zu Nerven- oder Gefäßverletzungen kommen, die sich meist innerhalb einiger Monate wieder zurückbilden. Selten kann es zu allergischen Reaktionen auf das Betäubungsmittel oder die Desinfektionsmittel kommen. Durch Hautschnitte im Haarbereich können einzelne Haarfollikel entfernt werden.

Was sollte ich beachten?

Die Fäden werden nach ca. einer Woche entfernt, dann dürfen Sie auch wieder Ihre Haare waschen. Sauna und heiße Bäder sollten während der ersten zwei Wochen nach dem Eingriff vermieden werden.

Um Wundinfekte auszuschließen, sollten Sie bereits vor der Operation den Nikotinkonsum vorläufig einstellen oder zumindest deutlich reduzieren.

Wenn Sie eine Woche vor der Behandlung blutverdünnende Medikamente, wie beispielsweise Aspirin, Marcoumar, Vitamin E, Ginko-Präparate, Plavix, Schmerzmittel oder bestimmte Vitamine eingenommen haben, besteht ein erhöhtes Risiko für Blutergüsse (Hämatome).

Bei aminoglykosishaltiger Antibiotika-Einnahme sollte die Behandlung erst nach Absetzen des Medikamentes durchgeführt werden.

Wenn Sie gelegentlich unter Fieberblasen leiden, kann durch den Eingriff ein erneuter Schub in dem Areal ausgelöst werden.

In der Schwangerschaft und Stillzeit darf die Behandlung nicht durchgeführt werden.

Wenn Sie zur Bildung von Keloiden neigen oder eine erhöhte Blutungsneigung haben, sollten Sie den Eingriff nicht durchführen lassen.

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