FETTABSAUGUNG/LIPOSUKTION

Das Wichtigste gleich vorweg: Eine chirurgische Fettabsaugung (Liposuktion) kann einen gesunden Lebenswandel mit ausgewogener Ernährung und sportlicher Betätigung nicht ersetzen. So wirkt der Eingriff gezielt auf bestimmte problematische Körperpartien, während Diät und Sport einen positiven Einfluss auf den gesamten Organismus ausüben. Auch die Annahme, nach einer Fettabsaugung diverse Kilos weniger auf die Waage zu bringen, ist falsch. Die Fettabsaugung dient in erster Linie dazu, mögliche Problemzonen des Körpers neu und dauerhaft zu formen. Wo sich in welchem Maße Fett ansammelt und Depots bildet, ist per Veranlagung von Mensch zu Mensch verschieden. Die einmal abgesaugten Fettzellen können sich nicht mehr neu bilden, und genau da setzt eine gezielte Liposuktion an, indem sie solchen Depots zu Leibe rückt. Solange die Haut über ausreichend Elastizität verfügt, um sich nach dem Eingriff wieder „hauteng“ an den Körper anzulegen, spielt das Alter des Patienten keine Rolle. Eventuell überschüssige Haut, die nach der Fettabsaugung schlaff herabhängt, kann in einem Folgeeingriff chirurgisch entfernt werden.

Bitte bedenken Sie, dass es sich bei einer Fettabsaugung nicht um eine Alles-oder-nichts-Methode handelt. Zum einen ist die Menge des abzusaugenden Fetts begrenzt, sodass sich in den verbleibenden Fettzellen neues Fett ansammeln kann, zum anderen kann es nach einer Liposuktion zu einer Verschiebung der Fettbildung im Körper kommen und in andere Regionen verlagert werden. Dennoch stellt die Fettabsaugung aktuell die wirkungsvollste Methode dar, um Problemzonen schnell und dauerhaft zu behandeln und ist der am häufigsten durchgeführte ästhetisch-chirurgische Eingriff weltweit.

Ideal wirkt eine Fettabsaugung im Anschluss an eine erfolgreiche Diät, um nicht abgetragene Fettpolster gezielt zu entfernen. Und nach einer Liposuktion hat eine Diät laut Studien größere Aussicht auf Erfolg. Möglicherweise spielen hier psychologische Gründe mit hinein, wenn man das schöne Ergebnis der Fettabsaugung, für das man schließlich auch Geld bezahlt hat, nicht gleich wieder kaputtmachen will. 

Was wird gemacht?

Nach einer Analyse der zu behandelnden Areale setzt die Chirurgin feine Injektionen in die Unterhaut. Zur Anwendung kommt eine Lösung aus Wasser, einem narkotisierenden Wirkstoff und etwas Cortison. Nach Einsetzen der Betäubung und dem Vollsaugen der Fettzellen mit Flüssigkeit, wodurch sie sich leichter aus dem Bindegewebe lösen lassen (ca. 30-60 Minuten), wird eine maschinelle Saugpumpe gestartet, die mit kontinuierlichem Druck die Emulsion aus Fettzellen und Lösung aspiriert. Der gesamte Eingriff dauert je nach abzusaugender Menge etwa eine bis drei Stunden. Abschließend wird ein Kompressionsverband oder Stützgewand (Mieder) angelegt, um eventuelle Schwellungen und Blutergüsse einzudämmen. Diese letzte Maßnahme ist wichtig für ein erfolgreiches Ergebnis und sollte über mehrere Wochen durchgeführt werden. Auch eine Lymphdrainage kann helfen, die Flüssigkeiten unter der Haut wirksamer zu verteilen und damit die Wundheilung zu verbessern.

Bitte haben Sie etwas Geduld: Aufgrund der zu erwartenden Schwellung ist das endgültige Resultat der Fettabsaugung erst nach einigen Wochen endgültig sichtbar. Körperliche Anstrengungen und Sport sollten in den ersten Wochen nach dem Eingriff vermieden werden. Abhängig von der behandelten Zone beträgt die Arbeitsunfähigkeit wenige Tage. Nach einer Fettabsaugung können sich im operierten Areal Schwellungen und innere Blutergüsse (Hämatome) bilden. Selten kann es zu Wundinfektionen kommen, die umgehend mit Antibiotika behandelt werden müssen und in der Regel schnell und gut abheilen. Sehr selten können sich durch eine Liposuktion Unebenheiten im Gewebe bilden, welche jedoch in einer erneuten Behandlung korrigiert werden können. Blaue Flecken und Schwellungen liegen im erwarteten Rahmen und gehen innerhalb von einigen Wochen zurück.

Was muss ich beachten?

Wenn Sie eine Woche vor der Behandlung blutverdünnende Medikamente, wie beispielsweise Aspirin, Marcoumar, Vitamin E, Ginko-Präparate, Plavix, Schmerzmittel oder bestimmte Vitamine eingenommen haben, besteht ein erhöhtes Risiko für Blutergüsse (Hämatome).

Bei aminoglykosishaltiger Antibiotika- Einnahme sollte die Behandlung erst nach Absetzen des Medikamentes durchgeführt werden.

Wenn Sie gelegentlich unter Fieberblasen leiden, kann durch den Eingriff ein erneuter Schub in dem Areal ausgelöst werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit darf die Behandlung nicht durchgeführt werden.

Zwei Wochen vor der Operation sollten Sie das Rauchen sistieren oder auf ein Minimum reduzieren.

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