Faltenbehandlung mit Botulinum

Was ist Botulinumtoxin A?

Der Begriff setzt sich aus den lateinischen Wörtern für botulus (Wurst) und toxin (Gift) zusammen und erklärt sich, da die giftigen Bakterien früher Verursacher von Lebensmittelvergiftungen waren und besonders gute Bedingungen auf unzureichend konservierter Wurst vorfanden. Seit mehr als dreißig Jahren wird Botulinumtoxin bei der Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen (Dystonie) erfolgreich eingesetzt und findet seit 1992 Verwendung in der Therapie und Prophylaxe von mimischen Gesichtsfalten. Die Wirkung von Botulinumtoxin auf ästhetischem Gebiet besteht in einer reversiblen Lähmung der mimischen Gesichtsmuskulatur: das injizierte Toxin blockiert die Freisetzung von Substanzen, die für die Bewegung des entsprechenden Muskels nötig sind. Durch das Ausbleiben von Muskelanspannung und –erschlaffung bleibt die Haut glatt, Falten verschwinden. Ausgeprägte Mimikfalten können durch eine operative Straffung, durch die Unterspritzung mit Fillern (siehe auch unter „Beauty“: Faltenbehandlung) oder durch die Injektion von kleinsten Mengen Botulinumtoxin geglättet werden. Bei besonders tiefen Falten wird oftmals eine Kombination der verschiedenen Möglichkeiten angewendet.

Was wird gemacht?

Die Lösung mit Botulinumtoxin A wird mit einer sehr feinen Nadel in den Muskel gespritzt. Durch die extrem feine Nadel werden kaum Hautrötungen verursacht, und der Schmerz beschränkt sich auf ein erträgliches kurzes Brennen. Die betroffenen Stellen werden vor der Behandlung zudem mit anästhesierenden Cremes so gut wie schmerzunempfindlich gemacht. Der Patient ist nach dem Eingriff sofort voll einsatzfähig.

Die sichtbare Reduktion der Falten tritt in der Regel bereits innerhalb einer Woche ein und hält etwa vier Monate an. Hat der behandelnde Arzt keine Bedenken und Einwände, kann der Effekt nach dieser Zeit durch Wiederholungsbehandlungen aufgefrischt werden.

(Wir verwenden ausschließlich Produkte, die dank neuer Testmethoden gänzlich ohne Tierversuche auskommen.)

Risiken und Nebenwirkungen

Die möglichen Nebenwirkungen treten innerhalb der ersten Tage nach der Injektion auf und sind, wie auch die Wirkung des Medikaments selbst, nur von vorübergehender Dauer. So kann eine lokale Muskelschwäche auftreten, die jedoch eine erwartete pharmakologische Wirkung darstellt. Bedingt durch die Injektionstechnik kann es zu einem Herabhängen des Augenlides (Blepharoptose) kommen.

In etwa 1 bis 10% der behandelten Fälle kommt es zu lokalen Rötungen, einem Brennen, Stechen oder Blutergüssen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen (10%), Augenschmerzen, Lidentzündung, visuelle Störungen, Juckreiz, grippeähnliche Anzeichen, Fieber oder Infektion (unter 1%).

Was gilt es vor einer Behandlung zu beachten?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Botulinumtoxin, einer bekannten Muskelerkrankung oder einer Infektion an der Injektionsstelle darf keine Injektion erfolgen.

Die Behandlung darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht durchgeführt werden.

Wenn Sie eine Woche vor der Behandlung blutverdünnende Medikamente, wie beispielsweise Aspirin, Marcoumar, Vitamin E, Ginko-Präparate, Plavix, Schmerzmittel oder bestimmte Vitamine eingenommen haben, besteht ein erhöhtes Risiko für Blutergüsse (Hämatome).

Falls Sie aminoglykosishaltige Antibiotika einnehmen, sollte die Behandlung erst nach Absetzen des Medikamentes durchgeführt werden.

Raucher sollten ihren Nikotinkonsum zwei Wochen vor und einige Tage nach dem Eingriff stoppen oder deutlich reduzieren.


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